Künstlerfoyer vor den Dirigenten- und den Solistenzimmern im 1. Untergeschoß

Chronologie der Zerstörung

2026

  • 23. Juni 2026
    Veranstaltung: Resonanzräume – Kulturbauten als demokratische Infrastruktur
    Mittwoch, den 23. Juni 2026 um 19 Uhr (Einlass 18 Uhr)
    BDA Bayern Geschäftsstelle (Türkenstraße 34, 80333 München)
    Um Anmeldung wird gebeten.

  • Juni 2026
    Für das gerette CD-Archiv suchen wir einen "schönen" Platz, eine Bibliothek etwa, ein Hörcafe, ein Museum, Schulen oder Kulturzentren, was auch immer. Zusammen mit 10 CD-Playern und einer digitalen Verschlagwortung wird das perfekt dokumentierte Archiv mit Rollregal frei Haus geliefert.
    Falls jemand eine Idee hat, wohin mit den CDs auf nur 45 qm, einfach melden! Man kann damit jede Menge kostengünstige Veranstaltungen machen, auf dem Gemeindeplatz nächtens Krimis oder unterm Sternenhimmel der Kultserie "Per Anhalter durchs All" lauschen oder seltene Musikaufnahmen hören und in den legendären Booklets blättern, es ist übrigens die größte CD-Sammlung Europas.
    CD-Booklets des BR-Archivs

  • Januar 2026
    Bye Bye Funkhaus von Ralf Dombrowski, Münchner Feuilleton Nr. 158, S. 31
    "Der Bayerische Rundfunk verlässt die Innenstadt. Leise zogen Studios und Produktion bereits in das neue Sendegelände nach Freimann.
    Ralf Dombrowski ist in Gedanken und mit der Kamera noch einmal durch das Funkhaus flaniert."

  • Januar 2026
    Laut 25. KEF-Bericht (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) versucht der BR offenbar, die Denkmaleigenschaft mit dem Argument der Unzumutbarkeit "loszuwerden", um ihn besser verwerten zu können:
    "Unter der Voraussetzung, dass neben der Lockerung der Gemeinbedarfsbindung auch die Bemühungen des BR zur Unzumutbarkeit des Denkmalschutzes im Nordteil erfolgreich sind, kann die Kommission das Gesamtkonzept des BR zur künftigen Nutzung des Standorts nachvollziehen. Die Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzepts hängt nach Überzeugung der Kommission maßgeblich von der Verwertbarkeit des Nordteils zur Sicherung der Gegenfinanzierung ab." 25. KEF-Bericht, S. 228ff, TZ204

2025

  • Oktober 2025
    Das CD-Archiv mit 175.000 CDs konnten wir retten. Es ist zwischengelagert, bis wir eine dauerhafte Bleibe gefunden haben.

    CD-Archiv mit 175.000 CDs gerettet! von Leon Frei, SZ vom 9.10.2025

  • Juli bis Oktober 2025
    Eine Ära geht zu Ende. Der BR schreddert vor dem Umzug den Großteil seiner Ur-Medien. Ob die digitalisierte Version Bestand haben wird, ist noch nicht bewiesen (Aufbewhren von Paul Ingendaay).
    Audioarchiv des BR in Baucontainern, 2025

    Aufbewahren! von Paul Ingendaay, FAZ vom 13.10.2025, Feuilleton S. 9

    Geplanter BR-Umzug löst Sorgen um CD-Archiv aus von Catherina Hess, 11.7.205, SZ

  • Juli 2025
    Campus für Kultur und Medien: Das sind die Pläne für das Funkhaus-Areal von Ulrike Kremer, Münchner Merkur
    Hans-Martin Schmidt, Mitglied der BR-Intendanz und Sonja Geiner, die für die Arealentwicklung zuständig ist, erläutern im Bezirksausschuss Maxvorstadt die Pläne im Detail. Im Artikel finden sich Simualtionen des Büros db stadtplan.

    Protokoll der BA-Sitzung am 9.7.2025 (Top 5.1)

  • Januar 2025
    BR-Studiobau wird in die Denkmalliste unter der Akten-Nr. D-1-62-000-9942 eingetragen
    Der Beschreibung nach ist der Studiobau, der Mosakiboden von Robert Lippl auch im Verbindungsbau geschützt:
    Studiobau des Bayerischen Rundfunks, drei Rundfunksäle und sog. Palisanderfoyer, federnd gelagerte Räume, eingehängt in zwei unabhängige Tragkonstruktionen, umgeben von Bürozone mit vorgehängter Natursteinverkleidung, nach architektonisch-gestalterischem Entwurf von Josef Wiedemann, Werner und Anneliese Eichberg sowie Otto Roth und für die akustische Planung von Walter Kuhl und Willi Struve, 1958-63; Natursteinmosaikboden im Foyer und Verbindungsbau, von Robert Lippl, gleichzeitig.

    Zum Eintrag im Denkmal-Atlas

2024

2023

  • 1. - 24. Dezember 2023: Weihnachtsquiz "Im Studiobau darf niemals das Licht ausgehen!"
  • 7. November 2023: BDA positioniert sich mit einer umfassenden Stellungnahme für den Erhalt:

    BDA Stellungnahme "BR-Studiobau muss erhalten bleiben!" lesen

  • 16. Oktober 2023; Bezirksausschuss Maxvorstadt fordert Erhalt des BR-Studiobaus - ob Denkmal oder nicht.

  • 28. September 2023: SZ-Artikel "Wird der Studiobau des BR doch ein Denkmal?" erscheint: Bisher hat das Landesamt für Denkmalpflege das Gebäude auf dem Stammgelände des Senders nicht für schützenswert gehalten. Nun erklärt es plötzlich, die Prüfung laufe noch.

  • 19. September 2023: Unsere Kundgebung anlässlich des 60. Geburtstags des BR Studiobaus
    Aufzeichnung Kundgebung: Rettet den Studiobau – Radio von Format statt Format-Radio
    Aufzeichnung Kundgebung: Rettet den Studiobau – Radio von Format statt Format-Radio


  • 18. September 2023: BR veröffentlicht die Position zu den Abrissplänen mit "Programm statt Beton":

    Programm statt Beton, Studiobau des Bayerischen Rundfunks

  • 21. August 2023: Termin mit Verwaltungsdirektor Dr. Albrecht Frenzel, Thomas Kiermeyer, dem Chef der Abteilung „Allgemeine Dienste“ und Ulrich Bechler, Chef der Abteilung „Bau und Liegenschaften“: Wie im Intranet Stillschweigen über die Zusammensetzung der Sanierungskosten von 300 Mio Euro. Die Unterlagen sind vertraulich und nur für den Bauausschuss bestimmt, der am 25. September tagt.

  • 2. August 2023
    Laut einem BR-internen Schreiben wurde im Juli mit dem Verwaltungsbeirat beschlossen, den Studiobau abzureißen. 300 Mio Sanierungskosten von externen Gutachtern berechnet stehen einem Neubau eines Multifunktionsbaus von 200 Mio gegenüber. Also unwirtschaftlich.

    "BR hält an Abriss des Studiobaus fest" von René Hofmann, SZ, 3. August 2023

  • Mai 2023:
    In der Personalversammlung wird erneut der Studiobau angesprochen. Auf die Frage, wie der BR dazu steht, ein Kunstwerk zu zerstören, die Bodengestaltung vor den drei großen Studios bis zum Riemerschmid-Bau von Bildhauer Robert Lippl, auf einer Fläche von knapp 500 m2 wird von der Geschäftsleitung Druck ausgeübt: Für den Erhalt des Studios müssten entweder 2 Hörfunkwellen komplett eingestellt oder Gehälter und Honorare auf längere Zeit eingefroren werden.

  • Februar/März 2023
    Auf unser Schreiben mit Vorschlägen zur Rettung des Studiobaus vom 12. Dezember 2022 an die Intendanz, den Verwaltungsdirektor und den Programmdirektor Kultur wird erst nach dem Artikel "Der Studiobau ist das Herz des BR" in der Süddeutschen von Sebastian Krass vom 28. Februar 2023 reagiert. In dem Antwortschreiben vom 2. März wird auf keinen einzigen unserer Vorschläge eingegangen.

2022

  • Dezember 2022:
    Wir wenden uns in einem Brief an die Intendanz, den Verwaltungsdirektor und den Programmdirektor Kultur mit einem Appell, den Studiobau zu erhalten.

  • Juli 2022
    Der neue Multifunktionsbau im Studio Franken wird in Nürnberg eingeweiht. Live-Sendungen sind von dort aus nicht möglich. Diese technische Einrichtung wurde eingespart, weil zu teuer. Im Studiobau in München kann von allen 12 Studios in Bild und Ton live gesendet werden.

2021

  • 30. Juli 2021 um 15.30 Uhr im Bayerischen Landtag
    Gemeinsamer Termin mit dem Generalkonservator Prof. Dipl.-Ing. Mathias Pfeil, dem Gebietsreferenten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und dem denkmalpolitischen Sprecher Robert Brannekämper (MdL, CSU). Laut Aussage des Generalkonservators besitze der Studiobau keine Denkmaleigenschaft.

  • Februar 2021
    Dr. Katja Wildermuth wird zur Intendantin gewählt. Hoffnung keimt auf. Als Historikerin müsste sie den Wert eines solchen Gebäudes schätzen. Als Auftakt führt sie eine interne Befragung durch, welche Themen den Mitarbeitern am meisten auf den Nägeln brennen. Mit bei den ersten 10 Topics: der Erhalt des Studiobaus. Bei der öffentlichen Diskussion am 16.11.22 lehnt Verwaltungsdirektor Dr. Frenzel einen Erhalt ab. Die Ertüchtigung des Brandschutzes hinter den Studios würde einen 2-stelligen Millionenbetrag kosten, das sei unwirtschaftlich.

2015

2011

  • Unternehmensberatung McKinsey prüft die Wirtschaftlichkeit der Gebäude auf dem Stammgelände an der Marsstraße.

2010

  • Die Geschäftsleitung des BR entscheidet sich für den Umzug nach Freimann. Trimedialität ist das Ziel: Radio, Fernsehen und Online sollen zusammengeführt werden auf einem neu zu gestaltenden Campus. Erste Spekulationen über den Abriss des Studiobaus